JavaScript muss aktiviert werden, um die App zu verwenden. Energieausweis Hamburg online erstellen — Verbrauchsausweis 49,90 €

Energieausweis Hamburg online erstellen

Wer in Hamburg verkauft oder vermietet, braucht einen Energieausweis — das gilt bundesweit gleich. Unterschiedlich ist der Gebäudebestand, und der entscheidet darüber, welcher Ausweistyp für Ihr Haus in Frage kommt und was am Ende im Kennwert steht. Der hohe Anteil an Nachkriegs-Zeilenbauten ist eine Folge der Kriegszerstörung. Diese Gebäude sind bautechnisch ähnlich aufgebaut, was die Einordnung erleichtert — die energetische Qualität hängt fast vollständig davon ab, ob und wann saniert wurde.

Wohn- und Bausubstanz in Hamburg
Foto: Wolfgang Meinhart, Hamburg · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

Der Gebäudebestand in Hamburg

Hamburg zählt 260.630 Gebäude mit rund 985.422 Wohnungen (Zensus 2022). 67,1 % der Gebäude mit Wohnraum in Hamburg wurden vor 1980 gebaut. Durch die Kriegszerstörung dominiert der Nachkriegs-Zeilenbau, daneben der typische Backstein-Blockrand.

Womit in Hamburg geheizt wird

Gas 54,6 %, Fernwärme 35,1 %, Öl 7,2 %. (Anteile bezogen auf Wohnungen, Zensus 2022)

Gas dominiert mit 54,6 %. Für den Verbrauchsausweis ist das der unkomplizierte Fall: Die Jahresabrechnungen des Versorgers reichen in aller Regel aus, sofern sie den geforderten Zeitraum abdecken.

Kommunale Wärmeplanung

Der kommunale Wärmeplan wurde am 16.06.2026 beschlossen — Ziel: klimaneutrale Wärme bis 2040. Der Plan zeigt, welche Gebiete auf Wärmenetze zulaufen und welche auf dezentrale Lösungen. Für den Energieausweis ist er nicht maßgeblich — der bewertet den Ist-Zustand —, aber er hilft bei der Einordnung der Modernisierungsempfehlungen im Ausweis.

Was in Hamburg gilt

Stand: 08/2026 — wir prüfen diese Angaben vierteljährlich an der amtlichen Quelle.

Bundesweit gilt seit dem 29. Juli 2026 das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG, früher GEG). Die feste Vorgabe von 65 Prozent erneuerbarer Energie beim Heizungstausch ist entfallen; die Heizungsart wählen Eigentümer wieder selbst. Ab 2029 wird Gas und Öl schrittweise ein verbindlicher Bioanteil beigemischt. Der kommunale Wärmeplan ist damit kein Zwang mehr, sondern Orientierung: Er zeigt, ob ein Gebiet auf ein Wärmenetz zuläuft oder auf dezentrale Lösungen. Bundesregierung: Neues Gebäudemodernisierungsgesetz

Was Hamburg beim Heizungstausch zusätzlich verlangt

Hamburg hat eigene Landesregeln, die es so in keinem anderen Bundesland gibt. Wer die Heizung tauscht, muss nach § 17 des Hamburgischen Klimaschutzgesetzes seit dem 30. Juni 2021 mindestens 15 Prozent der Wärme erneuerbar decken — betroffen sind Gebäude, die vor 2009 gebaut wurden. Erfüllen lässt sich das über eine Wärmepumpe, Solarthermie, einen Wärmenetzanschluss oder Biomethan. Wie sich das neue Bundesrecht auf diese Landesregel auswirkt, war zum Stand dieser Seite amtlich noch nicht geklärt; fragen Sie im Zweifel bei der Umweltbehörde nach.

BUKEA: Erneuerbare-Wärme-Pflicht

Pflichten am Dach: Photovoltaik und ab 2027 Gründach

Wer die Dachhaut vollständig erneuert, muss seit dem 1. Januar 2024 mindestens 30 Prozent der Dachfläche mit Photovoltaik belegen. Bei Flachdächern kommt zum 1. Januar 2027 die Gründachpflicht dazu: 70 Prozent Begrünung und 30 Prozent Photovoltaik. Ausnahmen sind vorgesehen, etwa bei Statik, Verschattung oder Denkmalschutz — der Antrag muss mindestens drei Monate vor Baubeginn gestellt werden.

Hamburg: PV-Pflicht auf Dächern

Fernwärme: städtisch, und gut für Ihren Kennwert

Das Stadtnetz gehört seit 2019 wieder der Stadt. Für den Energieausweis zählt vor allem eine Zahl: Der Primärenergiefaktor des Netzes liegt bei 0,33, der CO₂-Faktor bei 64 Gramm je Kilowattstunde. Dieser Faktor geht direkt in die Berechnung ein und verbessert das Ergebnis spürbar gegenüber Gas oder Öl. Einen Anschlusszwang gibt es nicht — umgekehrt aber auch keinen Anspruch auf einen Anschluss: Gebäude unter etwa 25 Kilowatt Wärmeleistung werden selten angeschlossen.

Hamburger Energiewerke: Primärenergiefaktor

Förderung nach Quadratmetern — inklusive Backstein

Die Hamburgische Investitions- und Förderbank zahlt feste Beträge je Quadratmeter Bauteilfläche: 43,40 Euro für die Außendämmung, 168 Euro für den Fenstertausch, 26,10 Euro für die oberste Geschossdecke, höchstens 50.000 Euro je Wohneinheit. Wer drei Bauteilgruppen zugleich angeht, bekommt 20 Prozent Bonus, ab vier Gruppen 30 Prozent. Eine Besonderheit gibt es nur hier: 50 Euro je Quadratmeter für Backsteinfassaden. Voraussetzung ist eine Baugenehmigung, die älter als 20 Jahre ist. Bei der Heizungsförderung sind zwei Module für 2026 bereits ausgeschöpft — Hausanschlussleitungen sowie Gebäude- und Quartiersnetze.

IFB: Förderrichtlinie Wärmeschutz · IFB: Hamburger Heizungsförderung

Denkmal, ohne es zu wissen

Seit 2013 stehen Hamburger Denkmäler unmittelbar kraft Gesetzes unter Schutz. Es gibt keinen Bescheid dazu; die Denkmalliste ist nur noch nachrichtlich. Sie können also ein Denkmal besitzen, ohne je Post darüber bekommen zu haben — was bei Fassade, Fenstern und Dach den Unterschied macht. Dazu kommt der Milieuschutz in fünf der sieben Bezirke, unter anderem in St. Pauli, St. Georg, Ottensen, Eilbek und der Jarrestadt.

Denkmalschutzamt: Denkmalliste

Was das für Eigentümer in Hamburg bedeutet

Hamburg ist früher dran als die meisten Städte, doch für Ihr Haus ändert das zunächst wenig: Der Wärmeplan verpflichtet Sie zu nichts, und eine funktionierende Heizung muss niemand austauschen. Wichtig wird es in die andere Richtung — sobald Sie ohnehin bauen. Dann greifen die Hamburger Landesregeln zur erneuerbaren Wärme und zum Dach, die es anderswo nicht gibt. Weil hier drei von vier Wohnungen vermietet sind und die durchschnittliche Wohnung mit 76,6 Quadratmetern klein ausfällt, ist der Energieausweis in Hamburg besonders oft der Anlass für die erste ehrliche Bestandsaufnahme.

Wovon die Förderhöhe am Ende abhängt, ist der energetische Zustand des Gebäudes — wo Ihr Haus in Hamburg steht, zeigt der Energieausweis.

Verbrauchs- oder Bedarfsausweis?

Eine Person überlegt zwischen einem Hausumriss und einem Stapel Abrechnungen.Eine Person überlegt zwischen einem Hausumriss und einem Stapel Abrechnungen.

Für die meisten Wohngebäude dürfen Sie wählen. Der Verbrauchsausweis rechnet mit dem, was tatsächlich verbraucht wurde — dafür brauchen Sie Abrechnungen über 36 zusammenhängende Monate, deren jüngste Periode höchstens 18 Monate zurückliegt. Der Bedarfsausweis rechnet stattdessen das Gebäude durch: Hülle, Fenster, Dach, Heizung.

Weil der Bestand hier jünger ist als in vielen Vergleichsstädten, liegen Verbrauchs- und Bedarfswert häufig näher beieinander. Die Wahl fällt dann meist nach Datenlage: Wer die Abrechnungen vollständig hat, fährt mit dem Verbrauchsausweis schneller und günstiger.

Beide Ausweise sind zehn Jahre gültig und tragen eine amtliche Registriernummer der Registrierstelle (DIBt). Welcher davon zu Ihrem Gebäude passt, klärt sich in den ersten Schritten des Formulars — Sie müssen das nicht vorher entscheiden.

Energieausweis für Hamburg in 5 Minuten erstellen

Kostenlose Vorschau vor dem Kauf — erst sehen, dann zahlen.

Jetzt starten

Unsicher, was für dein Haus in Hamburg gilt? Frag den Assistenten — er antwortet sofort, auch abends.

Energieausweis in anderen Städten

Zur Übersicht: Energieausweis online erstellen

Wir arbeiten vollständig online — ohne Vor-Ort-Termin. Was wir mitbringen, ist die Kenntnis des Gebäudebestands in Hamburg. Zahlen dazu: Zensus 2022 (Gebäude- und Wohnungszählung), Statistische Landesämter sowie der kommunale Wärmeplan Hamburg.